Nationaltorwort Robert Enke tot

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von Weißer_Ronaldo » 11.11.2009, 20:34

Sicherlich sollte man nicht heute schon zu tiefschürfenden Analysen schreiten, sondern erst einmal der Trauer und dem Entsetzen seinen berechtigten Platz geben. Trotzdem sollte dieser schreckliche Vorfall auch, zu einem späteren, besseren Zeitpunkt, Anlass sein, die Gründe zu hinterfragen. Denn gerade die Popularität eines Robert Enke verschafft diesen täglich vorkommenden persönlichen Katastrophen (Tag für Tag 3 Suizide im Zusammenhang mit Zügen!!) erst den Raum, über die Ursachen einmal auch in breiter Öffentlichkeit zu diskutieren. Auch wenn es nun nicht unbedingt in diesem Forum sein muss, da es ja nun mal ein Fußballforum ist. Doch aufgrund der Verbindung Robert Enke - Fußball stellt man fest, dass man solch eine Trennung nicht einfach so machen kann.

Ein ebenfalls lesenswerter Kommentar, der sich mit den möglichen Hintergründen auseinandersetzt: http://www.monsieurfischer.ch/2009/11/w ... -enke.html
Bin zwar nicht so schnell wie Ronaldo, auch nicht so groß. Aber immerhin schon mal so dick.

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Beitrag von eckfahne » 11.11.2009, 20:45

man ist einfach nur sprachlos . ich finde keine worte und bin geschockt über den tod !

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von SSV K. Coach » 11.11.2009, 21:12

Selbst über so ein Thema wir hier sinnlos diskutiert! Ohne Worte ....

Der SSV KUlkwitz 1920 e.V. dankt einem großartigen Menschen und Sportler. Er wird immer in Erinnerung bleiben.

Danke Robert Enke!

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von #20 » 11.11.2009, 21:52

auch ich muss meine beileid kund geben, Er war nen sehr bodenständiger Spieler der nie in einem Interview über einen hergezogen ist oder in einer art beleidigt hat, er war immer sehr fair gewesen und wirklich ein starker Sportler...

Menschlich ist irgendwie jeder von uns und wie die meisten gesehen haben auch ein Herr Bierhoff und hoch achtung den DFB für die absage des Spiels, was ich richtig finde, weil ja doch einiges dahinter steckt, hinter so ein Länderspiel...

auch danke an Chile...


Aber der größte Respekt der Frau (Teresa) Enke die den mut hatte vor die Presse zu drehten und rede und Antwort zu stehen...

mein Beileid an Frau Enke und der Familie :cry: ...

eure #20 :cry:
"Jetzt wechselt Jamaika den Torhüter aus!" - Gerd Rubenbauer (der FIFA-Beauftragte zeigt eine Minute Nachspielzeit an)

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von CaseyRyback » 12.11.2009, 00:19

Ein ebenfalls lesenswerter Kommentar, der sich mit den möglichen Hintergründen auseinandersetzt: http://www.monsieurfischer.ch/2009/11/w ... -enke.html
Ich finde diesen Kommentar mehr als überflüssig. Da benutzt jemand den Tod Enkes für seinen Zorn auf die Gesellschaft. Völlig unangebracht.

Diese Tragödie für das familiäre Umfeld ist nicht in Worte zu fassen. Ich denke keiner kann nachvollziehen, was in einem Menschen vorgeht, der seine Liebsten betrügt, um seinen Selbstmordplan zu erfüllen. Das erscheint mehr als abstrakt.
Auch dem Lokführer und den Rettungskräften sollte man Kraft wünschen dieses traumatische Ereignis zu verarbeiten. Denn wer selbst schonmal an einem solchen Unglücksort war, der weiß, was da auch seelisch auf einen zukommt.

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von LoWa » 12.11.2009, 10:50

Weißer_Ronaldo hat geschrieben: Ein ebenfalls lesenswerter Kommentar, der sich mit den möglichen Hintergründen auseinandersetzt: http://www.monsieurfischer.ch/2009/11/w ... -enke.html
Ich denke der Kommentar is bei weitem nicht überflüssig. Sollte eigentlich einem jeden zu denken geben. Ich glaube weniger das er den Zorn auf die Gesellschaft wiederspiegelt, nein einfach einen bitterem Zustande in unserem Lande, den man nicht leugnen kann und sollte. Depression ist keine Krankheit der Einzelschicksale, nein es ist schon fast eine Volkskrankheit, die jedoch leider immer noch nicht als solche verstanden wird. Aber wie ihr schon sagtet für so eine grundsatzdiskussion is das hier der falsche ort.


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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von Brazil » 12.11.2009, 20:53

Ich denke dieser Link sagt alles aus:

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/spo ... 85732.html

Ruhe in Frieden Robert!!

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von Lazi » 13.11.2009, 12:10

Ich haue es mal hier mit rein. Ein Interview mit einem Psychologen der vielleicht dazu beiträgt ein wenig Enkes Schritt nachvollziehen zu können.

http://www.fussball.de/c/20/56/64/10/20566410.html
Na klar habe ich ne Eisenbahnplatte!


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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von KP » 13.11.2009, 16:13

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von Weißer_Ronaldo » 14.11.2009, 01:19

Ich denke schon, dass man versuchen muss, diesem Thema zum richtigen Zeitpunkt tiefer auf Grund zu gehen.

http://www.spiegelfechter.com/wordpress ... -die-ethik

Vor allem im zweiten Teil werden meine eigenen Gedanken stark widergespiegelt. Dieser traurige, aber alltägliche Vorfall des Selbstmordes sollte ein Anlass sein, über einige grundlegende Dinge mal etwas tiefgründiger nachzudenken und (hoffentlich richtige) Schlüsse daraus zu ziehen. Doch wenn ich nun gestern hören musste, dass nun noch verstärkter Psychologen in die Arbeit von Proficlubs einbezogen werden sollen, schwindet diese meine Hoffnung. Damit bekämpft man maximal die Symptome, aber nicht die Ursachen. Mal davon abgesehen, dass es allen Nicht-Profifußballern überhaupt nichts bringt.

Doch all dies ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, kein auf Fußball bezogenes. Nur hätte der traurige Selbstmord Robert Enkes die Möglichkeit zugelassen, dies endlich auch einmal öffentlich als solches zu erkennen und zur Bekämpfung der Ursachen zu schreiten. Diese Chance wird offensichtlich gerade leichtfertig vertan.
Bin zwar nicht so schnell wie Ronaldo, auch nicht so groß. Aber immerhin schon mal so dick.

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von KP » 14.11.2009, 09:41

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von CaseyRyback » 14.11.2009, 10:41

Global klagen wir auf einem hohem Niveau. Ein populärer Mensch hat sich umgebracht. Warum auch immer. Während dessen werden in aller Welt Menschen getötet, gequält, zerstückelt und auch gegessen. Das interessiert dann aber nur am Rande oder eben in dem betreffenden Erdteil.
Während wir uns Gedanken machen müssen, warum sich in Deutschland Leute selber umbringen, aufgrund von Depressionen, überleben in Teilen der Welt die Menschen vor Hunger nicht.
Leider kann man sich nicht aller Probleme annehmen und auch nicht alles bekämpfen. Krankheiten töten Menschen, so auch psychische.
Dass das dann immer die ach so böse Gesellschaft ist, kann ich nicht mehr hören.
Überspitzt gesagt hat der Enke doch alle Möglichkeiten gehabt. Der hätte sich sofort alle Träume erfüllen können, von denen Otto Normalo nicht mal zu träumen wagen würde.
Stattdessen stiehlt er sich aus seiner Verantwortung, einfach mal zum Arzt zu gehen und gegen seine Krankheit zu kämpfen und sucht sich diesen billigen Ausweg. Traumatisiert seine Frau, Familie und vor allem den Lokführer und die Einsatzkräfte. Oder glaubt wer, dass man es den Angehörigen mal so nebenher beibringt, wenn sich jemand vor den Zug geworfen hat.
Die ganze Geschichte ist bitter genug, aber man sollte nie vergessen, dass ihn keiner, wirklich keiner, vor den Zug geschubst hat. Er hat so gewählt. Trauer ja, aber bitte nicht krampfhaft einen Schuldigen suchen.

Was das Geschäft mit den Bildern angeht, floriert das ja nur so, weil es eben viele LEute sehen. Wenn alle abschalten würden, dann würde sowas auch aufhören. Es ist nunmal so, Leute verdienen so ihr Geld. Auch Bestatter nehmen Preise, die aller Grundlage entbehren. Da sagt aber keine Sau was.

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von keepera » 14.11.2009, 11:27

Kann deinen Worten nur zustimmen. Das Bildmaterial vom Bahnübergang und Enkes Frau habe ich einmal kurz gesehen und bin umso erstaunter, dass es danach nie wieder zu sehen war. Auf die erste Geldmacherei hat dann in der betreffenden Redaktion vielleicht doch ein "Verantwortungsbewusster" gehandelt.

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