Nationaltorwort Robert Enke tot

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kessi00
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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von kessi00 » 11.11.2009, 14:26

das ist voll hart hatte auch ne träne im auge das ist so hart......
wir spielen alle fußball und wi können froh sein das es nur ein hobby ist für uns und kein beruf.

Die Trauer ist groß.
Mein Beileid an die Familie und an seine Frau.

Ihr müsst jetzt stark sein. :cry: :cry: :cry: :cry:

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BlaBlubb
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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von BlaBlubb » 11.11.2009, 14:43

Unfassbar `? Ich kann diese Trauer in keinsterweise nachvollziehen ...

Denkt doch mal an die Frau + Kind welche er im Stich lässt ... Wer weis was sie sich nun antut ...

Oder der Zugfahrer ... welcher nun damit leben muss einen Menschen getötet zu haben, nun vllt seinen Job verliert, dem Alkohol verfällt seine Frau verlässt ihn usw.

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LoWa
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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von LoWa » 11.11.2009, 14:52

Dann würde ich mich an deiner stelle mal fragen warum?

kann deine ansicht im ansatz vielleicht nachvollziehen, aber du bist das beste beispiel für unsere gesellschaft ohne dir zu nahe treten zu wollen. Klar ist es dramatisch schlimm für frau, kind, familie und angehörige ... und sicher war es auch der falsche weg grade vor den zug zu laufen ...

die hintergründe zu ergründen warum der mann überhaupt an solch einer krankheit litt, die für viele in unserem lande immer noch nicht als solche begriffen ist und daran zu grunde ging is erstmal nebensächlich, hauptsache die "schuldfrage" klären und an pranger stellen, einfach ist es geb ich dir recht. aber sehr sehr traurig

sry aber das musste mal sein.

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von Fullex » 11.11.2009, 15:06

BlaBlubb hat geschrieben:Unfassbar `? Ich kann diese Trauer in keinsterweise nachvollziehen ...

Denkt doch mal an die Frau + Kind welche er im Stich lässt ... Wer weis was sie sich nun antut ...

Oder der Zugfahrer ... welcher nun damit leben muss einen Menschen getötet zu haben, nun vllt seinen Job verliert, dem Alkohol verfällt seine Frau verlässt ihn usw.
:?: :?:

du kannst dich überhaupt nicht in diese situation versetzen....es war wohl für ihn der einzige ausweg

das wird seine frau bestimmt auch irgendwann so sehen, auch wenn das natürlich sehr schwer fällt

und zum zugfahrer kann ich nur sagen, das dies leider zum alltag eines zugfahrers dazu gehört...das passiert in deutschland täglich irgendwo, darauf werden sie in der ausbildung schon vorbereitet

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Lazi
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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von Lazi » 11.11.2009, 15:37

LoWa hat geschrieben:Dann würde ich mich an deiner stelle mal fragen warum?

kann deine ansicht im ansatz vielleicht nachvollziehen, aber du bist das beste beispiel für unsere gesellschaft ohne dir zu nahe treten zu wollen. Klar ist es dramatisch schlimm für frau, kind, familie und angehörige ... und sicher war es auch der falsche weg grade vor den zug zu laufen ...

die hintergründe zu ergründen warum der mann überhaupt an solch einer krankheit litt, die für viele in unserem lande immer noch nicht als solche begriffen ist und daran zu grunde ging is erstmal nebensächlich, hauptsache die "schuldfrage" klären und an pranger stellen, einfach ist es geb ich dir recht. aber sehr sehr traurig

sry aber das musste mal sein.
Ähnlich sehe ich es auch. Schwere Depressionen (welche er wohl hatte) werden in unserer Gesellschaft nicht wirklich für voll genommen. Zum einen sicherlich mangels Aufklärung zum anderen weil keiner der soetwas hat damit hausieren gehen möchte. Schon allein der Weg zum Psychologen ist schwer genug. Meist wird der Gang zum Psychologen mit dem "Irre"sein gleich gesetzt. Das vom Betroffenen selbst als auch von Aussenstehenden.

Vielleicht gibt uns aber gerade Enkes Tod mal die Möglichkeit über unser eigenes Verhalten gegenüber unserem Umfeld nachzudenken. Denn sind wir mal ehrlich wer geht denn wirklich auf beispielsweise seinen Mannschaftskamerden ein, wenn irgendwelche Auffälligkeiten bzw. Signale zu erkennen sind ein? Viele gibt es da leider nicht.

Nichts destotrotz denke ich ist ein großer sympatischer Mensch von uns gegangen.

R.I.P. Robert Enke
Na klar habe ich ne Eisenbahnplatte!

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von FC Salami » 11.11.2009, 15:39

und wer trauert,um die vielen anderen Toten,die sich ebenfalls wegen Depressionen umbringen?Rober ruhe in Frieden!

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von El_Pibe » 11.11.2009, 15:41

Ich denke, das ist nicht die ideale Plattform für solche Diskussionen. Es ist schwer bis gar nicht vorstellbar sein eigenes Kind zu verlieren, nach zwei Jahren Hoffen, Bangen und etlichen Operationen. Sicherlich sind Suizide, in denen unschuldige Personen involviert werden, unschön, aber keiner von uns kann sich in die Lage von Robert Enke versetzen. Das sollte man bei seinen Kommentaren hier bedenken und vielleicht einfach mal berücksichtigen, dass er schwer krank war. Vorhin wurde erwähnt, dass er vielleicht unheilbar krank war. Das war Robert Enke tatsächlich, auf eine für die Gesellschaft immer noch unbekannte Art und Weise.

R.I.P.

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von fUlL1Ng3r » 11.11.2009, 15:46

Das Laenderspiel am samstag gegen Chile wurde jetzt auch abgesagt durch den DFB.
Ich finde die richtige entscheidung und respekt an die chilenen, dass sie der absage zugestimmt haben.

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von Weißer_Ronaldo » 11.11.2009, 16:07

Glaubt wirklich irgendjemand, er könne durch bloße Draufsicht, erst recht aus der Entfernung, einen Menschen und seine Hintergründe begreifen? Selbst den nächsten Bekannten und Verwandten ist es naturgemäß unmöglich, in das tiefste Innerste eines Menschen zu blicken. Nur derjenige selbst weiß, welche Kämpfe sich in seinem Innern und seinem Seelenleben vollziehen.

Auch dürfte eine rein rationale Abwägung der Folgen eines Selbstmordes für Andere nicht den Tatsachen gerecht werden. Kann sich jemand wirklich vorstellen, wie schwer es einem Menschen fallen muss, seinem eigenen Leben ein Ende zu setzen? Ist es da überhaupt möglich, die Folgen dessen für Andere umfassend in Betracht zu ziehen? Oder macht es nicht dieser (letzte) Hilfeschrei eines Menschen für diesen vollständig unmöglich, solche rationalen Gedanken in gerade dieser extremsten aller emotionalen menschlichen Situationen zu fassen?

Beachtenswert finde ich hier besonders die Gedanken des Superkickers und auch Lazis. Hat uns (und vor allem auch die jeweiligen Verantwortlichen) der Rückzug Sebastian Deislers und sein kürzlicher Gang an die Öffentlichkeit auf diese Gedanken gebracht? Eher nein, wenn man sich die Reaktionen einiger Verantwortlicher darauf betrachtet. Stattdessen wurde zurückgekeilt, anstatt über diese Äußerungen nachzudenken und auch einmal in sich zu gehen. Erst wenn zu der extremsten Handlung, nämlich der Beendigung des eigenen Lebens, gegriffen wird, wacht man kurz einmal auf und übt sich im Katzenjammer. Doch kurz darauf wird zur Tagesordnung zurückgekehrt, business as usual.

Und gehen wir alle selbst auch genügend auf unsere eigenen Mitspieler ein, auch auf die, die in unseren Augen "anders" sind? Oder grenzen wir sie nicht sogar noch aus, indem wir hinter ihrem Rücken tuscheln, Gerüchte verbreiten anstatt auf sie zuzugehen und sie einzubeziehen?
Bin zwar nicht so schnell wie Ronaldo, auch nicht so groß. Aber immerhin schon mal so dick.

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von CaseyRyback » 11.11.2009, 16:35

Wer nicht an dieser Krankheit leidet, kann sie sicher schwer beurteilen. Robert Enke hat kaum jemanden daran teilhaben lassen. Sicher weil er niemanden damit bedrängen wollte, was seinem bescheidenen Charackter entspricht. Er hat sich lieber für andere engagiert.
Das war vielleicht ein Fehler. Bei aller Nächstenliebe muss man sich auch mal um sich selber kümmern und etwas Egoismus an den Tag legen.
Ich hätte mir gewünscht, dass er mit voller Kraft gegen diese Krankheit kämpft. Das der Gedanke an seine Familie dieTodessehnsucht besiegt. Schade.

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von Smoove » 11.11.2009, 16:42

Ein :cry: reicht glaube ich...

Polska
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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von Polska » 11.11.2009, 17:10

naja ich bin der meinung das die mitspieler alle wussten was mit ihm los war bloß keiner konnte ihm helfen
denn welche mitspieler erkundigen sofort die polizei das was nicht stimmt wenn ein mitspieler nicht zum training erscheint?
außer hannover glaube keiner!!!

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von desmove » 11.11.2009, 17:19

Polska hat geschrieben:naja ich bin der meinung das die mitspieler alle wussten was mit ihm los war bloß keiner konnte ihm helfen
denn welche mitspieler erkundigen sofort die polizei das was nicht stimmt wenn ein mitspieler nicht zum training erscheint?
außer hannover glaube keiner!!!
Weil es eben nicht zum Typ Robert Enke passt. Deshalb vielleicht ein sofortiger Verdacht, dass was passiert ist/wird. Denn er war nicht erreichbar. Auch nicht für seine Frau!! Wir sollten das Thema hier ruhen lassen.
Wer noch nie mit depressiven Menschen zusammen gearbeitet oder erlebt hat, kann das nicht verstehen. Weil sie eben nicht mehr rational denken.
Auch Robert Enke hat Abwehrmechanismen entwickelt, die immer und immer besser waren für die Öffentlichkeit, aber für sein eigenes Seelenleben scheinbar immer mehr in eine Sackgasse führte. Dazu ist nicht jede Depression gleich. Das macht es eben schwer sie zu verstehen, genauer zu erkennen!

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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von MartinT » 11.11.2009, 18:06

desmove hat geschrieben: Wir sollten das Thema hier ruhen lassen.
Genau meine Meinung. Es ist schon schlimm genug, was passiert ist, nun sollte man es nicht noch Wochen in den Medien und der Öffentlichkeit auseinander nehmen, was wohl leider in Deutschland nicht zu verhindern sein wird ... :(

Ruhe in Frieden, Robert Enke !!!
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Re: Nationaltorwort Robert Enke tot

Beitrag von MartinT » 11.11.2009, 18:19

Dieser Artikel verstärkt Meinung noch mehr ...

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