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BeitragVerfasst: 20.07.2013, 11:28 
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Kamerad Dir fehlt einfach Hintergrundwissen und Deine Auffassung von Gerechtigkeitssinn ist auch spannend.

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BeitragVerfasst: 20.07.2013, 11:30 
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Ohne jetzt auf den Fall konkret eingehen zu wollen, denn da bin ich zuwenig informiert, um mir ein fundiertes Urteil erlauben zu können. Aber ...
KameradLE hat geschrieben:
Und der Nordsächsische wäre nicht so weit, wenn Herr Wittig nicht wäre. Er leistet gute Arbeit. Besser als bei anderen Verbänden, wo es größere Probleme gibt und viel unfähigere Präsidenten.

Selbst wenn dies so sein sollte, kann und darf dies keinerlei Einfluss auf diese "Geschichte" haben. Die beiden Dinge sind strikt zu trennen. Genauso, wie die erfolgreiche Arbeit von Uli Hoeneß bei Bayern München keine Auswirkungen auf das Urteil in der Steuerhinterziehungsaffäre haben sollte. Dass dies, zu befürchtender Weise, sich in der Realität anders verhalten könnte, steht nicht auf diesem Blatt. Der Normfall hat so zu sein. Nicht umsonst ist Justitia vermeintlich blind gegenüber der einzelnen Person und soll nur das konkrete Handeln desjenigen zu ihrem Urteil heranziehen.

Überspitzt ausgedrückt, könnte ich ansonsten jemanden mit dem Auto totfahren und dann aufgrund einer ehrenamtlichen Tätigkeit als Tanzlehrer für behinderte Kinder auf Absolution hoffen. Das Eine hat jedoch mit dem Anderen nichts zu tun.

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Bin zwar nicht so schnell wie Ronaldo, auch nicht so groß. Aber immerhin schon mal so dick.


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BeitragVerfasst: 20.07.2013, 14:30 
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Fussballgott
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SO war es ja auch nicht gemeint.

Sicher hat er Fehler gemacht in dieser "Affäre" und sollte auch zur Rechenschaft gestellt werden.

Trotzdem war und ist seine Arbeit nicht als schlecht zu bewerten.

Das jetzt aber allein auf ihn zu projezieren und alle sagen "ich bin total unschuldig, nur der NFV nicht", ist dann doch eher etwas verlogen. Jeder hat wohl seine ein oder andere Leiche im Keller und würde es als Verband so machen. Also nicht im Glashaus mit Steinen werfen.

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§ 1 Der SR hat immer Recht!
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BeitragVerfasst: 20.07.2013, 19:26 
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Wohnort: ...
@ hase: Wir hatten ja bereits vor geraumer Zeit an anderer Stelle über dieses Thema diskutiert, genau genommen war es ja eher ein Monolog meinerseits...!
Fakt ist - und das dürfte inzwischen unbestritten sein - dass hier etwas völlig schief gelaufen ist und eine Menge Geld nach Nordsachsen geflossen ist. Wer davon tatsächlich profitiert hat, das müssen jetzt andere Leute bzw. Behörden auflösen.
Ich hoffe nur, dass die Schuldigen entsprechend bestraft werden und hier auch mal ein symbolisches Zeichen gesetzt wird!
Jeder kann zur Person H.Wittig seine eigene Meinung vertreten, das ändert jedoch nichts an diesem verwerflichen Sachverhalt.


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BeitragVerfasst: 15.08.2013, 22:55 
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Fussballgott
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Jetzt greift möglicherweise
auch die Staatsanwaltschaft in den
Schiedsrichter-Skandal ein, der seit Wochen im Sächsischen Fußball-Verband
(SFV) gärt. Jedenfalls gab es eine entsprechende Anfrage beim Fußball-Verband der Stadt Leipzig (FVSL), der den
Stein ins Rollen gebracht hatte.
„Die Staatsanwaltschaft wollte wissen, ob wir als Verband Strafanzeige
wegen manipulierter Schiri-Meldungen
(LVZ berichtete) stellen wollen“, sagt
Heiko Greunke, Vorsitzender des FVSLSchiedsrichterausschusses. „Wir werden darüber am 27. August beraten“,
kündigt er an. Zugleich wehren sich die
vom SFV angeklagten Vereine gegen
den von SFV-Vizepräsident Stephan
Oberholz verfassten Antrag auf Eröffnung eines Sportgerichtsverfahrens.
Unter anderem weisen sie dessen Antrag nicht nur in der Sache zurück,
sondern auch, weil die umstrittenen
Vorgänge, die mindestens bis 2006 zurückreichen, verjährt seien. Dieses Problem treibt auch den FVSL um, der die
zweifelhaften Schiedsrichter-Meldungen an den SFV zur Überprüfung weitergegeben hatte. Dort brauchte man
über ein Vierteljahr zur Bearbeitung,
was Oberholz mit der Schwierigkeit der
Recherchen rechtfertigte. Die Akzeptanz dieser Begründung ist bei Beteiligten wie Beobachtern des Skandals
recht gering. „Die spielen jetzt den Ankläger, dabei haben sie das Verfahren
selbst ewig verschleppt und jahrelang
nicht richtig kontrolliert“, lautet einer
der Vorwürfe gegen den SFV eines der
Angeklagten. Einem anderen stößt bitter auf, dass im Strafantrag schon eine
Art Vorverurteilung stattfinde: „Wir
werden hier als Täter bezeichnet, das
ist eine Unverschämtheit.“ Beide wollen wegen des laufenden Verfahrens
nicht genannt werden.
Andere wiederum halten die Anklageschrift gar für unwirksam, weil sie
zahlreiche juristische Fehler enthalte
und viele Angaben zu den Manipulationsvorgängen zu unkonkret seien. Am
Pranger steht zumindest indirekt auch
die LSG Löbnitz, weil in der Anklage
genannte Personen als Mitglied des
Vereins gelten. Holger Rehm, Fußballchef der LSG, lehnt eine Mithaftung
seines Vereins ab. „Die Genannten sind
gar nicht mehr bei uns“, betont Rehm
und befindet generell zum Thema fehlende Schiedsrichter: „Das Problem
wird vom Landesverband immer nur
auf dem Buckel der kleinen Vereine
abgeladen.“ Frank Müller,LVZ 16.08.13


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BeitragVerfasst: 29.08.2013, 09:37 
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Zitat:
Leipzig. Der Fußballverband der Stadt Leipzig (FVSL) hat auf seiner jüngsten Vorstandssitzung beschlossen, im Zusammenhang mit dem Skandal um falsch gemeldete Schiedsrichter vorerst keine Anzeige zu erstatten. Man wolle abwarten, wie das Sportgericht des übergeordneten Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) die Vorgänge bewertet, sagte gestern FVSL-Geschäftsführer Uwe Schlieder. Das Sportgericht hatte Stellungnahmen von den involvierten Personen und Vereinen abgefordert, die derzeit geprüft werden - LVZ 29.08.2013

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BeitragVerfasst: 16.11.2013, 21:54 
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Die ersten Verhandlungstage standen an

Quelle: leipzig.sportbuzzer.de

Zweiter Verhandlungstag in Sachen sächsischer Fußball-Skandal: Gestern Abend mussten sich vor dem Sportgericht des Sächsischen Fußball-Verbandes (SFV) mit dem VfB Zwenkau und der SG LVB zwei weitere Vereine des Vorwurfs erwehren, das Schiedsrichter-Soll nur durch manipulierte Meldungen von Referees erfüllt zu haben. Dadurch hätten sie Geld- und Punktstrafen vermieden.

Wie schon vor einer Woche, als gegen Eintracht Schkeuditz, Kickers Markkleeberg und die SG Taucha verhandelt worden war, schlug Sportrichter Steffen Haber vor, die Verfahren einzustellen, wenn sich die Vereine bereit erklären, eine relativ geringe Strafe zu zahlen, beispielsweise zweckgebundene Gelder, die der Schiedsrichter-Ausbildung zugute kommen sollen. Außerdem sollen die Belege für die Zahlungen ans Gericht übergeben werden. Während LVB zustimmte (150 Euro + Verfahrenskosten von rund 125 Euro), erklärte sich VfB-Präsident Sylvio Krüger nur zu letzterem bereit, lehnte aber die Einstellung des Verfahrens ab: "Wir haben nicht bewusst manipuliert. Ich will vor meinen Mitgliedern nicht mit einer Schuld dastehen, wir wollen ein klares Urteil."

Darauf beschloss das Sportgericht, das Verfahren gegen die Zwenkauer auszusetzen. "Wir werden nun nach allen Unterlagen wie Meldebögen recherchieren und dann entscheiden", sagte der Sportgerichts-Vorsitzende Steffen Haber etwas genervt.
Krüger hatte zuvor betont, auf besagte Schiedsrichter-Meldebögen als Verein aktiv nie Zugriff gehabt zu haben, man sei davon ausgegangen, es könne keine verwerfliche Handlung hinter der Übertragung von Referees stecken, wenn das die Kreisverbände von Nordsachsen (NFV) und der Stadt Leipzig (FVSL) bestätigen. Der VfB hatte pro vom NFV "geliehenen" Schiedsrichter und Jahr 200 Euro gezahlt. "Das passierte in bar an NFV-Präsident Heiko Wittig gegen von ihm vorbereitete Quittungen", schilderte Krüger.

Genauso lief es zwischen LVB und Wittig, der zu dem Verfahren sagte: "Klaus Reichenbach (SFV-Präsident/Anm. d. A.) hat damals zu mir gesagt, dass die Sache für mich von Seiten des SFV ausgestanden wäre." "Damals" war im vergangenen Sommer, kurz nachdem der Skandal durch LVZ-Recherchen öffentlich wurde und Wittig zu den Vorwürfen Stellung bezog. Weiter Wittig dazu: "Mit mir hat seit Monaten niemand vom Verband darüber gesprochen." Der als Kläger auftretende SFV-Vizepräsident Stephan Oberholz erklärte: "Wir wollen die Vereine nicht an den Pranger stellen, sondern wir wollen hinter dieses mafiöse System kommen."

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BeitragVerfasst: 18.11.2013, 14:56 
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Oberholz erklärte: "Wir wollen die Vereine nicht an den Pranger stellen, sondern wir wollen hinter dieses mafiöse System kommen."


:shock:


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BeitragVerfasst: 18.11.2013, 16:20 
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Und es ist dank des FVSL auch gelungen

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BeitragVerfasst: 18.11.2013, 16:30 
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Der_Sucher hat geschrieben:
Und es ist dank des FVSL auch gelungen


Dazu kann ich mich inhaltlich nicht äussern, dass weisst du sicherlich besser.

Aber, woher wusste der FV Nordsachesen bei welchen Leipziger Vereinen es "schiedsrichtertechnisch" klemmt. Aus Sportgerichtsurteilen?

"Mafiöses System" klingt doch recht massiv. So schlimm?


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BeitragVerfasst: 18.11.2013, 16:37 
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Die manipulierten SR sind wie Ware angeboten wurden.SG-Urteile kann man ja auf den entsprechenden Seiten finden.

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BeitragVerfasst: 18.11.2013, 17:33 
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Dieses "Angebot" hat sich bestimmt auch relativ gut herumgesprochen unter den Vereinsoffiziellen ;)

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BeitragVerfasst: 18.11.2013, 18:26 
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keepera hat geschrieben:
Dieses "Angebot" hat sich bestimmt auch relativ gut herumgesprochen unter den Vereinsoffiziellen ;)


Scheinbar aber nur dort.

Denn die örtlichen Verbände mit den zuständigen Gremien (Funktionären) haben jahrelang nix davon erfahren. Zumindest wird es, nach meinem Empfinden, so dargestellt. Oder wurde es stillschweigend toleriert?

Irgendwie passt da was nicht zusammen. Vielleicht wird die Geschichte auch viel zu hoch gehangen...


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